Behindern Tablets die Sprachentwicklung?


Bildschirmzeiten begrenzen
Behindern Tablets die Sprachentwicklung?

Eltern sollten die Bildschirmzeiten ihrer Kleinkinder gut im Auge behalten. Neuen Untersuchungen zufolge weisen Vorschulkinder, die lange Zeiten an Tablet oder Smartphone verbringen, Veränderungen im Gehirn auf. Und zwar vor allem in Bereichen, die für die Sprache zuständig sind.

Spuren im Gehirn

Ob Fernsehen, Tablet oder Computer – nicht nur Erwachsene, auch Kleinkinder verbringen inzwischen viel Zeit vor einem Bildschirm. Kinderärzte und Wissenschaftler warnen schon lange vor körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen durch hohen PC- und Tabletkonsum. Die Sorge scheint berechtigt: Einer aktuelle Studie zufolge scheint eine allzu freizügige Bildschirmnutzung bei Kleinkindern tatsächlich Spuren im Gehirn zu hinterlassen.

Weiße Hirnsubstanz verändert

In ihrer Studie untersuchten die amerikanischen Forscher zunächst Bildschirmkonsum und Sprachfähigkeiten von 47 Kindern im Alter von 54 Monaten. Dabei fiel auf, dass Kinder mit hohen Bildschirmzeiten in den Tests auf Aussprache, Vokabular und erste Lesefähigkeiten schlechter abschnitten als Kinder, die wenig Zeit mit elektronischen Medien verbrachten.

In einem weiteren Schritt prüften die Forscher die Gehirnstruktur der kleinen Probanden mit Hilfe der Magnetresonanztomografie. Das Ergebnis: Kinder mit hohen Bildschirmzeiten wiesen strukturelle Veränderungen in der weißen Hirnsubstanz auf. Vor allem in den beiden Sprachzentren war die Ummantelung der Nervenbahnen dünner als bei Kindern mit geringen Bildschirmzeiten.

Aufgrund der kleinen Fallzahl formulieren die Forscher ihre Ergebnisse vorsichtig und folgern, dass „die bildschirmbasierte Mediennutzung in der frühen Kindheit zu einer suboptimalen Stimulation in diesem wichtigen Stadium der Gehirnentwicklung führen könnte“.

Tablet und Smartphone – so viel ist erlaubt

Auch wenn diese Ergebnisse bisher nur ein Hinweis auf tatsächliche Hirnveränderungen sind – wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Bildschirmzeiten seiner Sprösslinge gut im Auge behalten. Die WHO empfiehlt für Kinder bis zu 5 Jahren ein generelles Verbot für Tablets und Smartphones, was aber in den meisten Familien nicht praktikabel sein dürfte. Deutsche Kindeärzte halten sich da eher an die Empfehlungen der American Academy of Pediatrics:

  • Kinder unter 18 Monaten sind generell von Tablets und Smartphones fernzuhalten. 
  • Kinder zwischen 18 und 24 Monaten sollten nur zeitweise und unter Aufsicht der Eltern ein Smartphone oder Tablet nutzen.
  • Kinder von 2 bis 5 Jahren dürfen höchsten eine Stunde täglich ein Smartphone oder Handy benutzen, und auch dies am besten unter Aufsicht.

Um diese Regelungen umzusetzen, ist es für Familien oft hilfreich, sogenannte medienfreie Zeiten zu bestimmen. Das bedeutet beispielsweise keine Smartphone- oder Tabletnutzung beim Essen oder beim Autofahren. Außerdem sollten in der Wohnung bestimmte Räume tabu sein für das Smartphone, z. B. die Schlafzimmer.

Quelle: Ärzteblatt

Das Team der Stadt-Apotheke

Alle Mitarbeiter anzeigen

Gesund.de

Jetzt bestellen

Unsere Filialapotheke


Stern-Apotheke

Unsere Filialapotheke

Haferstr. 42
49324 Melle    
Tel.: 05422/4 16 44

Zur Webseite

Unser Partner


 Schauen Sie auch mal vorbei!

 

 

Zur Webseite

Aromatherapie


Aromatherapie

Kompetenzapotheke für Aromatherapie

Nur die besten Produkte für Sie.

taoasis.com

Phytothek


Phytothek

Kompetenzapotheke für pflanzliche Therapie

Nur die beste Medizin aus der Natur.

phytothek.de

News

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Stadt-Apotheke
Inhaber Enno Frerichs
Telefon 05422/21 00
Fax 05422/4 20 27
E-Mail info@stadt-apotheke-melle.de