Gewalt gegen Männer


Gar nicht so selten
Gewalt gegen Männer
mauritius images / Maksim Kostenko / Alamy / Alamy Stock Photos

Häusliche Gewalt ist in vielen Familien oder Partnerschaften ein Thema. Noch immer trifft es dabei vornehmlich Frauen und Kinder. Doch inzwischen steigt auch die Anzahl der männlichen Opfer. Ihr Leid wird häufig nicht ernst genommen.

Dunkelziffer ist hoch

Gewalt in Partnerschaften ist häufig. 2020 wurden von der Polizei in Deutschland knapp 147 000 Fälle registriert. 80% der Betroffenen waren Frauen, 20% Männer. Die Dunkelziffern sollen aber weitaus höher liegen. Vor allem, wenn Männer von Frauen misshandelt werden. Denn misshandelte Männer gehen noch seltener zur Polizei als misshandelte Frauen, sagen die Soziologinnen Barbara Horten und Marleen Gräber vom Institut für Kriminologie in Heidelberg.

Gekratzt, geschubst, gebissen und kontrolliert

Britische Studien schätzen, dass einer von drei Opfern häuslicher Gewalt männlich ist. In Deutschland geht man davon aus, dass etwa eine Million Männer regelmäßig Gewalt durch ihre Partnerin erfahren. Einer umfangreichen Untersuchung zufolge setzen Frauen dabei am häufigsten psychische Gewalt ein. Dazu gehören beispielsweise Erniedrigungen und Beleidigungen, aber auch Kontrollen. So werden z.B. Kontakte zu anderen Menschen unterbunden oder E-Mails, Telefonanrufe oder die Post überwacht. Auch körperliche Gewalt kommt vor. Die männlichen Opfer werden geschubst, gekratzt, gebissen, an den Haaren gezogen, geschlagen, die Treppe heruntergestoßen oder mit einer brennenden Zigarette bzw. einem Messer attackiert. In einigen Fällen werden Männer auch gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Scham und Angst halten von der Hilfesuche ab

Misshandelte Männer suchen selten Hilfe. Das hat verschiedene Ursachen, schreiben die Heidelberger Soziologinnen. Rollenstereotype bringen Männer dazu, die verstörenden Erlebnisse für sich zu behalten, nach dem Motto „ein Indianer kennt keinen Schmerz“. Außerdem schämen sie sich und haben Angst, ihr Ansehen als Mann zu verlieren, wenn sie sich jemandem anvertrauen. Mit dieser Sorge liegen sie nicht falsch, wie eine britische Untersuchung zeigt. Darin schlug männlichen Opfern bei Behörden häufig Diskriminierung entgegen. Sowohl professionelle Ansprechpersonen als auch Freunde und Familie reagierten eher spöttisch oder uninteressiert, oft wurde ihnen nicht geglaubt.

Männertelefon für Betroffene

Das hat schwere Folgen für die Opfer. Sie werden depressiv, leiden unter Ängsten und isolieren sich. Finden betroffene Männer jedoch kompetente psychische Unterstützung, bessern sich Angst und Einsamkeit. In Deutschland gibt es dafür spezielle Anlaufstellen wie das „Hilfetelefon Gewalt an Männern“ oder eine Online-Chathilfe. Beides erreicht man über die Webseite maennerhilfetelefon.de.

Zusätzlich müsse es jedoch ein Umdenken in der Gesellschaft geben, fordern Horten und Gräber. Denn Männer sind nicht immer die Täter – sie können auch die Opfer von Gewalt sein.

Quellen: Univadis, Forensische Psychiatrie, Psychologie und Kriminologie

Das Team der Stadt-Apotheke

Alle Mitarbeiter anzeigen

Gesund.de

Jetzt bestellen

Unsere Filialapotheke


Stern-Apotheke

Unsere Filialapotheke

Haferstr. 42
49324 Melle    
Tel.: 05422/4 16 44

Zur Webseite

Unser Partner


 Schauen Sie auch mal vorbei!

 

 

Zur Webseite

Aromatherapie


Aromatherapie

Kompetenzapotheke für Aromatherapie

Nur die besten Produkte für Sie.

taoasis.com

Phytothek


Phytothek

Kompetenzapotheke für pflanzliche Therapie

Nur die beste Medizin aus der Natur.

phytothek.de

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Stadt-Apotheke
Inhaber Enno Frerichs
Telefon 05422/21 00
Fax 05422/4 20 27
E-Mail info@stadt-apotheke-melle.de